Tanpohp

Post von diversen Stellen

by on Feb.17, 2016, under Bundestdatenschutzgesetz

In den letzten Wochen habe ich Post von diversen Stellen bekommen. Einige Unternehmen und Behörden teilten mir ohne Umschweife mit, dass keine Daten über mich gespeichert sind. Andere teilten mir mit, dass die Beantwortung meiner Anfrage noch eine Weile auf sich warten lässt. Insbesondere einige Behörden wie ZKA, verweigerten mir die Aussage mit dem Hinweis das meine mitgeschickte Ausweiskopie nicht beglaubigt sei.

Ich habe gelesen das Behörden zu dieser Anforderung übergehen, obwohl diese scheinbar nicht gesetzlich gedeckt ist. Ich versuchte ein beglaubigte Kopie zu erhalten und scheiterte:

  • Die Polizei verweigerte die Beglaubigung (obgleich ich die Beglaubigung fürs BKA brauchte, ist die Polizei auch nicht verpflichtet)
  • Beim Bürgeramt bekam ich innerhalb der nächsten zwei Monate keinen Termin. Weiter als zwei Monate werden auch keine Termine vergeben.

Allerdings bekam ich einen Tipp, den ich hier weitergeben möchte. Einige Krankenkassen bieten in ihrem Service auch Beglaubigungen an. In meinem Fall war dies sogar kostenlos. So ließ ich mir gleich 10 Beglaubigungen ausstellen, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

Mit diesen Beglaubigungen schickte ich meine Anfragen erneut los, und erhielt z.B. vom BKA meine gewünschte Auskunft. Andere Antworten lassen noch auch sich warten.

Im übrigen kocht hier jede Behörde ihr eigenes Süppchen, während das Bundespolizeipräsidium meine beglaubigte Ausweiskopie verlangt, gab mir das LKA Berlin und LKA Mecklenburg-Vorpommern mit einer einfachen Kopie eine Auskunft.

Einige Highlights möchte ich hier noch zusammenfassend aufzählen:

  • Die Generali Versicherungs AG kennt angeblich nur meine Adresse, die bei denen laufenden Versicherung scheint denen fremd zu sein.
  • Der Rundfunkbeitragsservice hat mir sehr umfassend geantwortet: Neben meinen bisherigen Adressen, fand ich Daten zum Rundfunkvertrag, zur Summe der aufgelaufenen und verbuchten Zahlungen als auch das Datum und Betrag der in den letzten drei Monaten eingegangenen Zahlungen. Im Großen und Ganzen entsprach dies einer Auskunft, die ihres Namens würdig war.
  • Der ADAC antwortet mit einer extrem umfangreichen Auskunft. Neben dem zweiseitigen Begleitschreiben das den Zweck der Speicherung, deren Herkunft und Übermittlung allgemein erklärt, erhielt ich eine 26-seitige Auskunft. Diese scheint mir tatsächlich eine vollständiger Ausdruck meines Datensatzes in deren Datenbank zu sein. Neben Adressdaten und Versicherungsinformationen, ist detailliert aufgeschlüsselt,  wann es welche Änderungen an meinen Daten gegeben hat:
    • Wann habe ich Up- und Downgrade vorgenommen.
    • Wann habe ich welche Versicherung abgeschlossen, zu welchen Konditionen diese liefen und wann diese ausliefen.
    • Zahlungsvorgänge usw

ADAC und der Rundfunkservice machen ganz klar vor, was unter einen Selbstauskunft nach Datenschutzgesetz zu verstehen ist. Einerseits ist es erschreckend wie viele Daten über Jahre hinweg gespeichert werden, andererseits wird hier eines deutlich: Viele der von mir angeschriebenen Firmen speichern vermutlich die gleichen Daten über mich, speisen mich aber mit teils einer Drei-Zeilen-Antwort ab.  Hier muss ich noch evaluieren, welche Rechte ich habe auch an die restlichen Daten zu gelangen.

Meine Empörung aus dem letzten Beitrag bezüglich der HUK24 muss ich zurück nehmen. Wenige Tage nach Veröffentlichung der des Blogeintrags erhielt ich einen zweiten Brief, der die noch fehlenden Versicherung umfasste.

 

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